Projekt:

Stromaggregat

 

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Im Herbst 2003 habe ich mir ein altes Notstromaggregat zugelegt.
Aufgestellt war es in einem Schuppen bei einem Wochenendhaus in Thalgau-Egg.

1988 wurde das Stromaggregat von der Firma WFM in Italien hergestellt.

 

Technische Daten:
Motor:
1-Zylinder Diesel, 4-Takt, 3000 U/min.
510 cm3, 7 PS, Verbrauch bei Vollast: 2 lt/h.
Generator:
Synchrongenerator, cos Phi = 0,8    50Hz.
Erregungsnachführung mittels 3~-Trafo.
Kennwerte 3 Phasen / 1 Phase:
S = 6,7kVA / 4,5kVA
P = 5,4kW / 4,5kW
U = 400V / 230V
I = 10A / 20A

 


Nach 687 Betriebsstunden in nicht ganz sauberer Umgebung sah das Aggregat so aus.

Hier der zerlegte Generator.
Links der Dieselmotor, in der Bildmitte der Generator-Rotor und rechts der Generator-Stator (blau).

 


Hier sieht man den neuen Ansaug-Schalldämpfer, der eine deutliche Reduzierung des Ansaug-Lärms gebracht hat.
Der Abgas-Wärmetauscher dient zur Nutzung der Abwärme im Abgas.
Es kann Warmluft oder Warmwasser erzeugt werden.

Die Abgase werden über eine Leitung und 2 weitere Schalldämpfer an der Garagen-Außenwand ins Freie geführt.

 


Hier sieht man den Abgas-Schalldämpfer während des Baus.
Ein ca. 50cm langes Stahlrohr mit 15cm Durchmesser, in deren Mitte sich das gelochte Abgasrohr befindet.
Zur Schalldämpfung ist das große Rohr mit Stahlwolle gefüllt.
 

 


Die alte Schalttaftel
.
Von links:
Betriebsstundenzähler, Ölmangelanzeige, Motor-Start, Volt- u. Amperemeter, Generatorschutzschalter
sowie die Steckdosen.
Der erste Test mit 4,5kW Last.
Die neue Schalttafeln.

Die obere von links:
3-phasiges Messgerät (Spannungen, Ströme, Leistungen), Volt- u. Amperemeter, Frequenzanzeige, 12V-Steckdose, Ölmangelanzeige, Motor-Stopp, Motor-Start, Batteriespannung, Öltemperatur, Betriebsstundenzähler.
Die untere von links:
Sicherungen, FI-Schalter, Generatorschutzschalter, Steckdosen.

 


Beim Verdrahten der neuen Schalttafeln.

Beim Verdrahten der Generator-Abgangs-Leitungen.



Auswertung mit dem Speicher-Oszilloskop:


Verlauf der Erregerspannung (innere Spannung des Rotors)
Sie beträgt im Leerlauf ca. 80 Volt, nach Zuschalten einer großen Last (Kompressor mit 5 kW) steigt sie sprunghaft auf ca. 500 Volt an (begrenzt durch Varistoren).
Dann bricht Sie aufgrund der Drehzahlverringerung des Dieselmotors zusammen um dann nach Erholung des Motors nach ca. 2 sec auf einen Wert von 140 V einzupendeln.
Nach Wegschalten der Last sinkt die Erregerspannung wieder auf 80 Volt.

Verlauf der Ausgangsspannung
Die Engstellen sind die Spannungseinbrüche infolge Lastzuschaltung und
damit verbundener Drehzahlreduzierung des Dieselmotors.
Dauer wiederum ca. 2 sec.
Problematischer sind jedoch die Spannungsspitzen, wenn plötzlich Last weggenommen wird.
Hier zeigt sich die Schwäche der elektromagnetischen Regelung der Erregerspannung, die in solchen Situationen zu langsam reagiert.
Die angebenen Spannungswerte sind Spitzenwerte,
320 Vss entsprechen ca. 230 Veff, 456 Vss entsprechen ca. 320 Veff,
also einer Spitze von 136 Vss = 96 Volt eff !!!
Diese Spitze bringt z.B. Energiesparlampen um.

 

Weitere geplante Arbeiten:

Erneuerung der Schalttafel (Ausbau Vielfachmeßgerät, Einbau 3 Amperemeter)
Einbau Steuerung für Überbrückung Ölmangelabschaltung während Start
Lackierung

 

 

Stand: 03.10.2010

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